RV Camper

Wohnmobil mieten in den USA (RV Camper)

Tipps um einen RV Camper / Wohnmobil günstig in den USA zu mieten. Was Sie beim Campen beachten sollten.

Foto: Grand Canyon NPS / CC

In den National Parks hat man meistens viel Platz, dafür aber selten Full Hook-Up.
In den National Parks hat man meistens viel Platz, dafür aber selten Full Hook-Up.

Ein Wohnmobil (RV Camper) in den USA mieten

Auf was muss geachten werden, wenn man ein Wohnmobil leiht und RV-Parks zum Übernachten sucht?

Es klingt nach Freiheit pur. Ein Wohnmobil in den USA leihen und flexibel durch Amerika zu reisen. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Auch mit einem Camper muss man seine Route planen und Campingplätze statt Hotels buchen. Abends kann man nicht spontan in die Stadt fahren, um etwa auszugehen. Strecken in die Natur sind schwer erreichbar, da die Camper recht groß und unwendig sind.

Die hohen Preisen für einen Camper muss man mit den Kosten für ein Hotel gegenrechnen. Hier eine kurze Übersicht der Vor- und Nachteile bei einem Urlaub mit dem Wohnmobil, der in den USA Recreational Vehicle (RV) oder Motorohome heißt.

 

 

Vorteile

  • Der größte Vorteil ist, dass man nicht jeden Tag den Koffer packen muss.
  • Man kann direkt in der Natur bei den Nationalparks übernachten. Abends/nachts ist ein Park etwas ganz Besonderes.
  • Selbstverpflegung statt Restaurants. Obwohl man doch meist essen geht.
  • Grillen im Park vor dem Wohnmobil bei Sonnenuntergang.
  • Camper-Atmosphäre auf dem Platz.
  • Kinder können während der Fahrt besser unterhalten werden.
  • Campen während Autorennen (etwa Laguna Seca Raceway in Monterey oder Daytona Beach), Rodeos, State Fairs oder Footballspiele (etwa am Candlestick Park in San Francisco) ist einmalig. (Darauf achten, mit welchen Fan-Farben man wo übernachtet ;-). Dies wird nur auf dem Campingplatz zu einem besonderen Erlebnis.
  • In vielen Parks hat man genug Platz zum Nachbarn.
  • Wer selbstständig ist oder eine Führungsposition hat, wird kaum drei Wochen offline sein können. Ein RV kann da ein guter Arbeitsplatz sein.

Nachteile

  • Zeit zum auf-und abbauen des Campers. Auch gelten bestimmte Ruhe- bzw. Nachtzeiten. Zu diesen Zeiten kann auch nicht in, oder aus einen Park gefahren werden.
  • Keine unlimitierten Meilen - Die Route muss grob geplant werden und Meilenpakete gekauft werden. Mehrmeilen sind teuer.
  • Schwer in den Großstädten zu rangieren und zu parken.
  • Spontan abends in die Stadt fahren um Essen oder fort zu gehen ist schwer.
  • RV-Stellplätze müssen in den Parks teilweise in den populären Plätzen lange vorher gebucht werden.
  • Statt der Motelgebühr fallen die RV-Park Gebühren fürs Überachten plus evtl. Strom, Wasser, WC-Entsorgung, WLAN etc. an.
  • In den Städten ist das Übernachten im RV verboten. Auf dem Land ist es, bis auf lokale Regelungen, erlaubt. Vorher informieren.
  • Während der Saison muss lange vorgebucht werden. Je früher desto günstiger.
  • Hoher Spritverbrauch (20-33l/100km), was aber in den USA erträglich ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es an der persönliche Einstellung liegt, was bevorzugt wird. Entweder den Komfort eines Hotels oder der Genuss von Natur.

Campertypen (RV-Class)

Die Verleiher haben meist folgende Wohnmobile im Angebot:

  • Class A – Basieren auf Kommerziellen LKW oder Bussen. Sie haben eine große senkrechte Frontscheibe und große Fensterfronten ringsherum. Bei vielen MOdellen lassen sich die Seiten (Slide out) ausfahren. Da es keine Führerscheinklassen in Amerika gibt, reicht auch hier der ‚normale‘ PKW Führerschein.
  • Class B Campervan – Sind Wohnmobile, wie wir sie bei uns kennen. Sie sind klein und wendig. Eigentlich sind sie in den USA unpopulär, durch die große Nachfrage durch Europatouristen aber verfügbar. Jedoch nicht in so hoher Stückzahl, so dass hier reservieren noch wichtiger ist.
  • Class C Motorhome – Der typische Camper für eine USA Rundreise. Sie basieren meist auf einen Ford V-10 Chasis und die Zahl nach dem C gibt die Länge an. Etwa C30 ist 30 Ft lang. Man kann auch grob sagen, dass die Länge auch den Verbrauch angibt, also 30l/100km. Die Modelle reichen von 3-8 Personen. Man sollte am besten immer eine Nummer größer nehmen. Die Anzahl der Plätze stimmt gerade so. Jeden Abend den Tisch zu einem unbequemen Bett umzubauen kann schnell nerven. Es gibt auch Class C mit Slide outs. Einen Nachteil haben die Camper mit dem Bett über der Fahrerkabine. In den Parks versperren sie die Sicht nach oben, sind aber praktisch als Gepäckablage.
  • Towables o. Temporary Husing - Es gibt auch unterschiedliche Anhängecamper (Trailer). Etwa als Aufsatz für einen Pickup oder als Wohnanhänger für die Anhängerkupplung. Diese Modelle sind aber für einen Urlaub uninteressant, da die meisten Autoverleiher Anhänger verbieten und man nur schwer einen Wagen mit Anhängerkupplung bekommt.

Übersicht RV-Verleiher in den USA

Campanda

Campanda arbeitet mit einer Vielzahl kommerzieller Anbieter und privater Wohnmobil-Besitzer zusammen. Campanda hat auch Trailer im Angebot.
www.campanda.de

CU Camper

CU Camper ist ein Online-Reiseportal für Wohnmobilreisen in die USA und Kanada. Der ausgewählte Camper kann direkt online mit allen Extras fest gebucht werden. Alle Preise werden miteinander vergleichen und dargestellt.
www.cu-camper.com

Preisvergleich von RV-Vermietern

Video RV - Camper

Video wie man einen RV Camper bedient

Video über die Bedienung eins RV von El Monte.

Tipps: Wohnmobil in den USA günstig mieten

  • Alles was vor Ort gebucht wird ist ohne Steuer.
  • Kautionshöhe klären, sie wird auf der Kreditkarte abgezogen und verringert somit den Kreditrahmen.
  • Je Früher man bucht desto günstiger. Saison ist von Mai bis September.
  • Günstige Specials gibt es für Überführungen von Florida, ab Werk abholen etc. Jedoch muss man da zeitlich flexibel sein.
  • Viele Verleiher haben eine Mindestmietdauer. Meist eine Woche. Es gibt aber auch Wochenendtarife.
  • Shuttle von/zum Flughafen bzw. Hotel klären. Manche Wohnmobilverleiher bieten Shuttles an.
  • Starter/Convenice Kit: klären, was alles dabei ist.
  • Zusätzliche Ausrüstung: Geschirr, Bettwäsche, Klappstuhl, Fahrradträger, Navi ...
  • Meilen Pakete nutzen und vergleichen! Daher die Route vorher planen. Auch die Kosten für Mehrmeilen.
  • Stromaggregat vorhanden und zu welchen Kosten?
  • Kann man Mountainbikes mieten und kostet der Träger extra? Träger könne auch beim AAA geliehen werden.
  • Evtl. ein Camper mit Slide Out um mehr Platz zu haben.
  • Zeit vom Flughafen zum Verleiher einplanen, da sie meist außerhalb sind.
  • Viele Verleiher wollen, dass man die erste Nacht in einem Hotel nachweist, wenn man aus Übersee kommt.
  • Wegen der Kaution werden nur Kreditkarten akzeptiert.
  • Zusatz-Haftpflichtversicherung SLI bis zu 1 Mio. etc. klären und Selbstbehalt. Siehe: Mietwagen in den USA buchen.
  • Anmiettage - Der erste und letzte Tag zählen als ein Tag, also wie Hotelnächte rechnen.
  • Kosten Rückgabe, evtl. Reinigung, WC-Tank entleeren.
  • Kosten für Einwegmieten - Preise können, je nach dem ob man im selben Staat abgibt, unterschiedlich sein.
  • Verbrauch des Wohnmobils als Nebenkosten für Benzin einrechnen. Je länger desto höher ist der Verbrauch. Der Verbrauch liegt für je einen Ft bei einem Liter auf 100 km.
  • Führerschein: Es reicht der ‘normale’ PKW Führerschein. Auch für Class A Camper, der bei uns ein LKW wäre.
  • Anmietung erst ab 21 oder 24 Jahren möglich.
  • Abholung ist normalerweise nachmittags, Rückgabe vormittags, damit der Verleiher Zeit hat, den Wagen herzurichten.
  • Stornierungsbedingungen beachten - Bei besonders günstigen Rabatt-Aktionen kann evtl. nicht mehr storniert werden bzw. die Anzahlung ist weg.
  • Ein Fernseher ist nicht selbstverständlich.
  • Vordach für Schatten, ansonsten auf den RV-Plätzen Schattenstellplatz reservieren.
  • Evtl. nachfragen ob Haustiere erlaubt sind und wie hoch die Kosten sind.
  • Propangas kaufen - Sich informieren wie man wechselt. Die Flaschen sind aus Sicherheitsgründen nur 2/3 befüllt und haben ein Linksgewinde.
  • Klären, ob der Leihwagen untergestellt werden kann, ist aber eher selten.
  • Dasselbe mit den Koffern, da sie den Raum versperren. Wer nur mit dem Camper unterwegs ist, sollte Taschen statt Koffer mitnehmen, da sich diese besser verstauen lassen.
  • Winterbetrieb vor Ort klären: Im Winter ist keine Wasser-und WC-Tank-Entleerung, ansonsten muss geheizt werden.
  • Baby-und Kindersitze sind bei einigen selbst zu besorgen und zwar nach dem streng geltenden Gesetz, den passenden Kindersitz!
  • Rückgabe ist normalerweise vollgetankt. Sonst wird die Kaution verrechnet. Propangas nicht vergessen.
  • Anhänger sind teilweise erlaubt, jedoch haben Camper nur die Kupplung, die Stange muss selber besorgt werden und der Hänger ist nicht versichert.
  • Buchtipp: Wohnmobil in den USA & Kanada.
Leider nur schwer zu leihen. Einen RV-Trailer mit Anhänger.
Leider nur schwer zu leihen. Einen RV-Trailer mit Anhänger.

Campingplätze RV-Parks

Aus Sicherheitsgründen sollten RV-Parks dem Campen in der Wildnis bzw. abgelegenen Gegenden wegen Überfällen vorgezogen werden. In RV-Parks und auf Campgrounds gibt es kaum Sicherheitsbedenken, außer evtl. Diebstahl. Auf den Seiten der Nationalparks Yosemite, Grand Canyon, Zion, Bryce, Glen Canyon habe ich die Übersicht von Campingplätze in Parks aufgelistet. Es gibt RV-Stellplätze in den Natur-Parks der National Parks (NPS), State Parks (SP), National Forest (NF) und des Bureau of Land Management (BLM). Außerdem bieten einige Indianerreservate Campingplätze an. Natur Parks zeichnen sich dadurch aus, dass man auf ihnen viel Platz hat, wenn es nicht gerade einer der touristischen Highlights während der Saison ist. Jedoch ist die Ausstattung eher bescheiden. Mehr Natur und das ist auch gut so.

Neben den Naturparks gibt es noch private Campingplätze, über die man am besten über die Besucherseiten der Region mehr erfährt. Eine gute Übersicht der Campingplätze findet sich in den Rand McNally Road Atlas, Best RV and Tent Campgrounds und Good Sam Campground Directory.
In den National Forst darf man auch nach Anmeldung außerhalb der Stellplätze übernachten.

Private RV-Parks

Es haben sich zwei große private Ketten hervorgetan, um einen gewissen Standard zu bieten. Die Privaten haben den Vorteil, dass sie zentraler gelegen sind und meist über eine gute Ausstattung verfügen. Auch sind Sanitärräume vorhanden sowie Internet. Jedoch sind die Stellplätze meist kleiner und preislich teurer als RV-Plätze in den Parks. Die Lage hat trotz des Namens RV-Park nichts mit einem Park zu tun.
Die beiden Ketten sind:

  • KOA – Mit über 480 Plätzen in den USA, ist sie die größte Kette der Welt.
    App: iOSAndroid
    www.koa.com
  • Good Sam – Good Sam hat im Gegensatz zu KOA keine eigenen Plätze, sondern ist ein Verbund von unabhängigen Plätzen. Es wird also kein einheitlicher Standard geboten. Die God Sam Discount Karte gibt auf vielen Geschäften Rabatt. App iOS - Android
    www.goodsamclub.com

Casinos

Casinos, meist in Las Vegas und Reno, werden bei Camper immer beliebter. haben sich bei Campern immer mehr beliebt gemacht. Viele bieten Stellplätze bei ihren Casinos an, meist mit Stromanschlüssen. Auch wenn es auf den Webseiten der Casinos nicht immer kommuniziert wird, sollte man nachfragen. Die Casinos sind an jedem Besucher interessiert.

Walmart

Auf vielen Walmart-Parkplätzen darf man kostenlos über Nacht bleiben. Am besten dort etwas einkaufen und fragen. Teilweise gibt es auch schon extra markiere Plätze für RV’s. Jedoch sollte man dort besonders ordentlich sein, also nicht grillen oder Partys feiern. Auch wenn es nicht ausdrücklich gesagt wird, ist es erwünscht, dass man morgens bei Öffnung des Geschäftes langsam zusammenpackt und weiterfährt.

Truckstops

Bei vielen Truckstops darf man auch übernachten. Meistens ist dies kostenlos. Hook-Up ist unterschiedlich. Dumpingstationen sind fast immer extra und nicht als Hook-Up vorhanden.

Weitere kostenlose Stellplätze lassen sich unter freecampgrounds.com finden.

Bei der Auswahl von RV-Parks sollte auf folgende Ausstattung geachten werden:

  • Anschlüsse für Wasser, Strom (wieviel Ampere) und Abwasseranschlüsse (Hook-Up)
  • Schattenplätze
  • Maximale Camper Länge, Größe des Platzes
  • Duschen, Waschmaschinen /Trockner
  • Pool (Statt Dusche ;-)
  • Lebensmittelgeschäfte in der Nähe
  • Picknicktische und Grillplatz (BBQ Pits)

Foto: Grand Canyon NPS / CC

Typische Duschanlagen auf einem Campground. Die Dusche in einem Camper ist kein Vergleich.
Typische Duschanlagen auf einem Campground. Die Dusche in einem Camper ist kein Vergleich.

Regeln im RV-Park

  • Saison ist meistens von Juni bis August. In der Zeit sollte man am besten reservieren.
  • Auf manchen Plätzen, meist in Arizona, ist eine Reservierung nicht möglich. Dort gilt First-Come-First-Save. Man muss also zeitig am Platz sein.
  • Brennholz ist im Park teuer. Am besten vorher kaufen, aber nicht aus anderen Parks mitnehmen, da die Gefahr von Käfereinschleppung droht.
  • Der AAA hat ein Campbook, das es kostenlos gibt. ADAC und ÖAMTC sind Mitglied des AAA.
  • Manche kleine Naturparks haben Self-Register. Dort bezahlt man selber bei der Einfahrt mit einem Couvert.
  • Nie auf Privatbesitz campen! NIEMALS!
  • In fast allen Städten ist campen im RV verboten. Auch in den städtischen Parks.
  • Es wird pro Stellplatz gezahlt. Jedoch kann in den Parks, ab 4-9 Personen und bei Privaten ab zwei Personen, ein Aufpreis hinzukommen.
  • Trinkwasser sollte in Flaschen gekauft werden. Man weiß nie, wie sauber der Tank und die Leitungen im Camper sind.
  • Manche RV-Parks haben TV-Anschluss und WiFi.
  • Nach einem Schattenstellplatz fragen.
  • Hook Up - gibt es für Wasser, Abwasser und Strom. Wenn alle vorhanden sind spricht man von Full-Hook-Up.
  • Abwasser kann evtl. abseits an genannten Dumpingstationen sein. Viele Truck-Stopps bieten Dumpingstation an.
  • Länge des RV beachten! Manche Parks erlauben etwa nur max. 25 ft.
  • Ruhezeiten für das Laufenlassen des Generators beachten.
  • Ankunftszeiten des Platzes beachten, wegen der nächtlichen oder teilweisen Mittagsruhe auf dem Gelände. Siehe Öffnungszeiten.
  • Auf den Wasserdruck achten. Der Druck auf dem Platz könnte höher sein als der RV verträgt. Ein Druckminderer liegt meistens bei.
  • Waagerechtes Ausrichten des Wagens. Meist haben die Wagen irgendwo eine Wasserwaage montiert. So lässt es sich besser schlafen und auf dem Herd kochen.
  • Wer mehrere Tage auf demselben Platz bleibt, sollte den Camper einmal am Tag für 20-30 Minuten laufen lassen.
  • Regeln in den National Parks beachten.

Unterwegs mit einem RV-Camper

  • Das Wasser sollte nur zum Duschen und für die Toilette genutzt werden. Man weiß nie, wie hygienisch der Tank und die Leitungen sind.
  • Zum Kochen und Zähneputzen am besten Flaschenwasser besorgen.
  • Tankgröße beachten für die Reichweite. Beim ersten Mal Tanken notieren, wie weit man mit den getankten Gallonen grob gekommen ist.
  • Auf dem Dach und außen am Camper darf nichts transportiert werden.
  • Keile oder Bretter fürs Ausrichten besorgen.
  • Für die Einweisung am ersten Tag 30-60 Minuten einplanen.
  • Sich das Entleeren und Befüllen des Frischwassers (Grau) und Toiletten Tank (Schwarz) erklären lassen. Dasselbe gilt mit dem Anschluss auf dem RV Park.
  • Beim Tanken sollten Sie Öl, Bremsflüssigkeit und Wasserstand kontrollieren, auch am Generator.
  • Klimaanlage läuft mit dem Zusatz-Generator genauso wie der Strom. Nicht über den Motor, der lädt nur die Zusatzbatterie.
  • Kühlschrank, Herd und Warmwasser werden mit Propan-Gas betrieben.
  • Praktisch zum Schlafen und Verstauen sind die Kabinen über dem Fahrer, jedoch schränken sie in den Parks die Sicht nach oben ein.
  • Propangas darf nur zu ⅔ gefüllt werden. Mehr wird nicht abgefüllt. Gasflaschen haben ein Linksgewinde.
  • Einlagiges RV-Toilettenpapier benutzen um die Rohre nicht zu verstopfen. Es löst sich auch besser im ‚schwarzen‘ Tank auf.

Foto: Grand Canyon NPS / CC

Bei privaten Campground selbstverständlich: Full Hook Up Anschlüsse neben dem Camper.
Bei privaten Campground selbstverständlich: Full Hook Up Anschlüsse neben dem Camper.
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Fahren mit einem RV

  • Rückwärtsfahren sollte man so wenig wie möglich, am besten, Sie lassen sich einweisen. Schäden durch Rückwärtsfahren werden meist durch die Versicherung nicht gedeckt.
  • Auf herabhängende Äste achten. Sie können stärker sein als vermutet und den Camper beschädigen.
  • Höhe des Campers in Ft gut merken. Am besten irgendwo im Sichtbereich am Lenkrad notieren.
  • Während der Fahrt sollte auch an den Esstischen der Gurt angelegt werden. Kein Gesetz, wird aber jedoch empfohlen.
  • Alte Tankstellen wegen der Höhe und Drive through meiden.
  • Seitenwind beachten in hohen Lagen und Wüsten.
  • Vorsicht beim Abstellen auf trockenem Gras. Der Generator oder Motor kann sich entzünden.
  • Wenn mehr als zwei Fahrzeuge hinter Ihnen fahren, weil man nicht schneller kann, bei der nächsten Möglichkeit einen Turn-Out (werden oft angekündigt) rechts ran und vorbei fahren lassen. Ist teilweise sogar Vorschrift.
  • Wohnmobile sind beliebte Ziele für Diebe. Immer abschließen und beim Verlassen ein Licht brennen lassen, auch wenn es wegen dem Batterieverbrauch schwerfällt.
  • Bei einem Unfall sofort den Verleiher, die Pannenhilfe und die Polizei dazu holen. Siehe Verkehrsregeln in den USA.
  • Bei langen Abfahrten von 'D' in den kleinen Gang schalten um die Bremsen nicht zu überhitzen. Dasselbe gilt bei Steigungen.
  • An Mautstellen die LKW-Spur nutzen. Es wird aber nur Zwei-Achser berechnet.
  • Vor dem Tanken schlau machen, auf welcher Seite der Tankdeckel ist. Rangieren an der Tankstelle ist schwer. Vorm Tanken unbedingt (Vorschrift) Propangas zudrehen.
  • Fahren mit offenen Propan ist nicht gesetzeswidrig, jedoch ist geschlossen auf jeden Fall sicherer.
  • Sich mit den Warnmeldern für Feuer, Kohlenmonoxid und Propangas vertraut machen, sowie den Sicherungen. Der LPG Alarm kann auch durch ein offenes Fenster vom Abgas ausgelöst werden, oder Lösungsmittel wie Haarspray.
  • Bei Reifenpannen fehlt meistens das Werkzeug, so kann der Verleiher sehen wo die Panne passiert ist und ob es ein Versicherungsschaden oder der Lenker zahlen muss.
  • Rauchen im Wohnmobil ist verboten.
  • Keine Angst der RV hat zwei Batterien, wenn nachts die Batterie ‘hinten’ leer wird ist die Motorbatterie davon nicht betroffen. Wer Breaking Bad geschaut hat, weiß was ich meine ;-)
  • Achtung die Klimaanlage ist meistens auf dem Dach. Der Wagen ist also höher, als man es zuerst von der Seite sieht. Ist mit der am häufigsten teuere Schaden bei Campern.
  • Neben den meisten RV-Parks bieten auch manche Tankstellen und Truckstops die Entsorgung an. Illegales Entleeren der Tanks kostet bis zu $1000 Strafe.
  • Bei Frostgefahr (etwa Tioga Pass) sich erklären lassen, wie man den Camper Winterfest macht, damit es zu keinen Rohrschäden kommt.
  • Dachantenne für den Fernseher vor dem Losfahren einfahren.

Umrechnen:
Höhe: 1Meter=3,28 Ft
Ofen: 325°F - 163°C, 350F° - 177C°, 375 F°- 191C°, 400°F - 204°C.
Verbrauch: 25 ft 7-10 miles/gallon: 23-33 Liter/100 km; 32 ft 6-8 miles/gallon: 25-35 Liter/100 km.
Weitere Einheiten.

Besondere Strecken

Alaska, Yukon und die Nordwest-Territorien, Neufundland
Einige Verleiher verbieten die Fahrt dorthin an, jedoch sollten Sie vorher nachfragen. Wenn es erlaubt ist, sind meist nur die öffentlichen bzw. nummerierten Straßen erlaubt. Keine Fahrten auf Pisten, Feldwegen oder anderen unbefestigten Straßen oder Privatwegen.

Manhattan
In Manhattan gibt es Beschränkungen wegen der Fahrzeughöhe, Propangastransport durch Tunnels sind verboten und Parken ist teilweise eingeschränkt. Daher gestatten die Verleiher kein Fahren durch Manhattan bzw. generell New York City.

Apache Trail in Arizona
Einige Vermieter wie El Monte verbieten die Durchfahrt. Vorher beim Verleiher nachfragen. Die Erlaubnis erfolgt meist auf eigenes Risiko.

Death Valley
Meistens ist die Fahrt durch das Death Valley vom 15.6 bis zum 15.9 verboten. Bei manchen Anbietern läuft dies auf eigene Gefahr. Übernachten oder lange in der Sonne zu parken, ist wegen den Propangasflaschen auf keinen Fall empfehlenswert.

Foto: [Rikki] Julius Reque / CC

Im Sommer verboten oder auf eigene Gefahr: Das Fahren im Death Valley mit einem Camper.
Im Sommer verboten oder auf eigene Gefahr: Das Fahren im Death Valley mit einem Camper.

Begriffe zum RV-Camper

  • Awning – Marisse. elekt. oder zum Kurbeln. Etwa 75% der Länge für Schatten teilweise mit Seitenschutz. Alternativ gibt es auch Vorzelte.
  • Bull-nose front end – Große Frontscheibe nach vorne geneigt für bessere Sicht. Typisch für Class A Camper.
  • Battery disconnect – Abschalten der zweiten Batterie für ‚Hinten‘. Der Motor und der Generator gehen meist immer noch.
  • Battery isolator – Er trennt die Motorbatterie von der Camperbatterie, so dass der Camper nicht die Motorbatterie entladen kann. Beide sind sonst verbunden, da sie über den Motor geladen werden. Es gibt oft einen Schalter um zu überbrücken und um den Motor dann mit Hilfe der Batterie hinten zu starten, falls die Motorbatterie leer oder zu schwach sein sollte.
  • Blackwater – Abwasser der Toilette.
  • Blackwater tank - In ihm werden Chemikalien dazugegeben, die Fäkalien und das Papier auflösen. Darf auf keinen Fall einfach so entsorgt werden. Wichtig: Der Tank muss beim Entleeren nachgespült werden, meist mit dem Graywater, da sonst die Fäkalien liegen bleiben und nur das Wasser abläuft. Er soll nur entleert werden, wenn er voll ist, da sonst zu wenig Wasser zum rausspülen im Tank ist. Wenn das passiert, ist es sprichwörtlich "the brown pyramid of death".
  • Blackwater tank flush – Ein Anschluss im Blackwater Tank, der den Tank mit Druckwasser vom Festanschluss nachspült. Man sollte dann den Graywater geschlossen haben, damit nichts in ihn hineingespült wird. Er reinigt auch die Sensoren für die Füllstandsanzeige.
  • Brake controller – Das Bremslicht am Anhänger. Normalerweise wird er über den Stecker der Anhängekupplung aktiviert. Es gibt aber auch Modelle, die das Bremslicht einschalten, wenn der Anhänger bremst, etwa beim Auflaufen.
  • Chemicals (for wastewater tanks) – Chemikalien für den Black- und Greywater Tank, die Gerüche unterbinden sollen. Gängig ist in Amerika der Zusatz in den Farben Blau und Grün. Blau ist umweltschonender, tötet aber keine Bakterien ab. Grün enthält Enzyme die auch die Stoffe im Tank zerlegen.
  • City water hookup – Wasseranschluss außen am Camper für Druckwasser (Frischwasser) aus der Leitung. Vorsicht, dass der teilweise Hohedruck nicht die Leitung platzen lässt. Meist liegt beim Camper ein Druckminderer bei. Je nach Gegend sollte man auch einen Filter vorschrauben, um Schmutz aus der Leitung zu filtern.
  • Converter – Fest eingebaut. Wandelt die externe 110V in 12 Volt um und lädt auch die Batterie. Jedoch meist nur die Hausbatterie und nicht die Motorbatterie.
  • Dog house – Die Motorabdeckung zwischen Fahrer und Beifahrer. Meist mit einem Überzug und einem Ablagetisch. Unter ihm ist oft eine Klappe zur Technik des Motors.
  • Diesel pusher – Früher war bei Campern mit Diesel bei einigen Modellen der Motor hinten eingebaut. Der Grund war der ‚laute‘ Diesel, der somit weiter weg war und man vorne den Generator einbaute, was den Camper somit nachts leiser machte. Gasoline pusher sind eher seltener.
  • Dry bath – Wenn im Bad die Toilette und Dusche getrennt sind.
  • Dry camping (boondocking) – Ein Campingplatz ohne Anschluss wie Strom, Wasser oder Abwasser. Typisch für Campground vom US Department of the Interior (BLM, National Park Service, National Monuments, National Wildlife Areas, National Forests).
  • Dump station – Meist ein 3 bis 4 inch großes Betonloch im Boden ,um das Abwasser vom Camper zu entleeren. Man steckt einfach den dicken Abwasserschlauch hinein. Meist ist im Abfluss ein Gitter, das Steine und andere größere Objekte draußen hält. Das anschließende Saubermachen gehört zur Etikette.
  • Dumping, dumping tanks – Leeren des Abwassertanks. Erst das Blackwater, dann das Greywater zum Nachspülen, das auch den Blackwater reinigt.
  • Engine battery(s) – Motorbatterie. Sie ist von der Hausbatterie getrennt. Man sollte sie auch nicht verbinden. Nicht nur, damit sie nicht leer wird und man den Motor nicht mehr starten kann, sondern da sie auch ganz anders aufgebaut ist. Sie ist dafür ausgelegt, kurzzeitig hohe Leistung zu bringen, um den Motor zu starten. Ein Betrieb und Tiefenentladung hinten würde sie ruinieren.
  • Fresh water tank – Frischwassertank, für die Nutzung auf einen „Dry camping“ ohne Hook-Up. Er sollte regelmäßig frisch aufgefüllt werden, um ihn sauber zu halten. Im Winterbetrieb muss er entleert werden, da das gefrierende Wasser ihn sonst zerstören würde.
  • Full hookup – Wenn ein RV-Park alle drei Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser bietet.
  • Generator – Mit Benzin, Diesel oder Propan betreiben. Sie erzeugen die 110 Volt im Camper und laden die Hausbatterie. In Europa sind sie wegen des Lärms eher unüblich, in Amerika jedoch Gang und Gäbe. Es gibt Ruhezeiten auf den Plätzen, meist von 19/21:00 Uhr bis 7:00/8:00 Uhr morgens, in denen sie nicht laufen dürfen.
  • Gravity fill – Ein Wassertank der höher steht, wie man es von den alten Dampflokomotiven kennt, wenn das Wasser von oben in den Tank fällt. Es ist eine Alternative auf dem Land, ohne Druck-Frischwasser in den Tank zu bekommen. Zudem sehr günstig. Ein m³ Wasser kostet unter einen Dollar. Ein kleiner Schlauch lässt die Luft beim Befüllen entweichen. Man bekommt meist damit mehr Wasser in den Tank, da der Stopp erst später auslöst.
  • Graywater – Das Abwasser der Spüle und der Dusche. Es ist nicht so dreckig wie das Blackwater aus der Toilette. Wer die Warnlampe für einen vollen Greywatertank ignoriert wird damit gestraft, dass er überläuft und das ist der niedrigsten Punkt der Dusche. Man sollte aber den Greywater am Hook-Up nicht offen angeschlossen lassen. Das Wasser ist wichtig zum Spülen des Blackwaters.
  • High voltage – 110 Volt Wechselspannung die der Generator oder der Hook-Up liefert. Damit werden Klimaanlage, Heizung, Küchengeräte oder Fernseher betrieben. Das Licht ist meist mit 12 Volt aus der Batterie.
  • Holding tanks – Die Tanks, die das Black- und Greywater aufnehmen. Sie haben Sensoren die auf einer LED-Anzeige den Füllzustand anzeigen.
  • House battery – Die Batterie für hinten. Sie betreibt das Licht und andere Kleingeräte. Sie ist von der Motorbatterie getrennt, damit dieser nicht entleert und man den Motor nicht mehr starten kann. Die Leistung der Hausbatterie kann durch paralleles Anklemmen weiterer Batterien erhöht werden. Aber Achtung; es sind keine normalen Autobatterien. Den Hausbatterien macht eine Tiefentladung nichts aus, im Gegensatz zur Autobatterien. Sie halten aber auch nur 1-2 Jahre im Gegensatz zu 10 Jahren bei Autobatterien.
  • Hub and spoke – Viele hängen ihren Wagen an. Sie fahren damit zum Campingplatz (Hub) und erkunden die Gegend mit dem Auto (Spoke) was weniger Sprit kostet.
  • Leveling jacks – Stützen unter dem RV, um ihn auf unebenem Grund gerade auszurichten. Meistens ist in der Nähe eine Wasserwaage angebracht.
  • Low voltage – 12 Volt im Camper für Licht, Wasserpumpe, Steuerung vom Kühlschrank, aber auch Gas- und Rauchmelder und andere Kleinverbraucher, wie Lüfter oder dem Slideout.
  • Pink water – Im Winter gibt man Propylene Glykol 40:60 (−50 °F/−45 °C) ins Frischwasser, damit es nicht gefriert. Es ist nicht giftig und färbt das Wasser pink. Ethylenglycol, das blaue Frostschutzmittel, das wir vom Scheibenwischer kennen ist giftig!
  • Refrigerator – Kühlschrank, der etwas anders arbeitet als der Haushaltskühlschrank. Er arbeite ohne Kompressor, mit eigener Umluft ohne Pumpe. Daher braucht er viel länger zum Kühlen. Viele laufen bei zu hohen Temperaturen gar nicht erst an. Man nutzt den Camping-Kühlschrank daher nur zum Kalthalten nicht zum kühlen. Glasflaschen sind zum Kühlen ungeeignet. Bier kalt kaufen und in der Kühlbox transportieren. In den letzten Jahren sind aber immer mehr Campingkühlschränke mit 12-Volt Kompressoren auf dem Markt gekommen.
  • RV cam - Rückfahrkamera mit Monitor im Cockpit. Macht Sinn, da Schäden beim Zurücksetzen nicht versichert werden. Meist haben sie auch Nachtsicht und einen Beeper.
  • Sewer hose – Abflussrohr/Schlauch zum Entleeren der Tanks. Sorgsam mit dem Schlauch umgehen. Wenn er spröde ist oder reißt, tropft er nicht, es spritz das Black- und Graywater aus dem Schlauch. Eine große XXX.
  • Shore power – Hook-Up für Strom. Es gibt unterschiedliche Anschlüsse. Der Kleinste ist der Zwei-Pin mit Erde für 15-20 Ampere. Dann gibt es noch den 3Pin für 30 Ampere und den vier Pin bis 50 Ampere. Der letzte kann auch 240Volt versorgen. Am Platz sind entweder alle Anschlüsse vorhanden oder man arbeitet mit Adaptern. Man sollte sich angewöhnen, den Strom als erstes anzustecken und als letztes abzustecken da dies im Wagen angezeigt wird. Frischwasser und Abwasser werden nicht angezeigt, da sie noch angeschlossen sind, wenn man losfährt. Übrigens, Shore Power kommt aus dem Bootsbau und hat nicht direkt mir Wasser zu tun. Lediglich die Anschlüsse, die nach unten gerichtet sind damit Spritzwasser ablaufen kann, ohne in den Stecker zu gelangen.
  • Slide-out – Wenn man seinen Camper abgestellt hat, kann man den Innenraum vergrößern, indem man einen Teil der Seitenwände auf einer Seite (bis drei Seiten) ausfährt. Meist wird dadurch der Sitzbereich und die Küche vergrößert.
  • Tag axle – Große RV’s 40-45 Foot haben zwei Hinterradachsen. Eine Passive- und eine Antriebsachse. Solche Camper sind mit meist mit Marmor und schweren Möbeln ausgestattet und kommen auch mit Steigungen gut zurecht. Die Tag-Achse fährt erst bei etwa 6mph runter damit er besser manövriert werden kann. Man kann ihn auch extra einfahren, um etwa Toll/Maut zu sparen als Zweiachser ;-)
  • Tow ball weight – Bei Anhängern ein Gewicht, das die Last von der Anhängerkupplung nimmt.
  • Tow vehicle – Das Auto oder Pick-Up, der den Camper zieht.
  • Towed vehicle or "toad" – Ein Auto oder anderes Fahrzeug, das noch hinter dem Camper angehängt wird. Es wird auch "dinghy" genannt. Damit wird ein Zug schon mal 40-45“ lang und auf Parkplätzen von Supermärkten ‚unhandlich‘.
  • Umbilical cord – Anschlusskabel am Anhänger zum Auto/Truck für Strom, Bremslicht, Licht, Elektrobremse, Blinker etc.
  • Wet bath – Badezimmer: Toilette in der Dusche, um Platz zu sparen.
  • White water – Frischwasser. Manche sagen auch zum Trinkwasser aus der Flasche White Water.
  • Wild camping – Außerhalb von Campingplätzen übernachten. Eher englisch, in den USA heißt dies Backcountry.
  • Winterize – Alles Wasser was gefrieren kann, wird aus dem RV entfernt. Meist kommen noch Frostschutzmittel oder Druckluft in die Anlage.
Share if you care.
Bernd Krammer von USA Reisetipps


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