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Rocky Mountains bis nach LA

Park-Hopping im Westen: Die schönsten Ziele von den Rocky Mountains bis nach LA

Nationalparks im Westen der USA, von den Bergen ans Meer (Montana, Wyoming, Utah, Nevada, Kalifornien)

Karte Rocky Mountains bis nach LA

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Rocky Mountains bis nach LA. [ Karte in Google Maps öffnen ]

Spannende und extreme Landschaften – Naturparks im Westen der USA

Neben den größeren und bekannteren Nationalparks wie dem Yellowstone, dem Yosemite oder auch dem Grand Canyon können im Westen der USA noch zahlreiche andere geschützte Naturgebiete entdeckt werden. Wir machen uns auf die Reise von den Rocky Mountains – mit einem kurzen Abstecher nach Kanada – und reisen von Park zu Park weiter nach Südwesten bis an die Küste vor Los Angeles, oder besser gesagt Santa Barbara. Dort befindet sich unser letztes Ziel auf den Inseln unweit der Hauptstadt des gleichnamigen Countys.

Ganz im Norden: Glacier Nationalpark, Montana

Von Great Falls auf der Interstate 15 fahren wir bei Vaughn weiter bis St Mary am Rande des Glacier Nationalparks. Vom gleichnamigen See (St Mary Lake) aus führt eine der beeindruckendsten Straßen durch das Naturschutzgebiet. Die „Going-to-the-Sun Road“ führt tief in die Berge an den Lake McDonald. Der nahegelegene Ort West Glacier ist dort der Westliche Eingang zum Park.

Je nach Wetterbedingungen können Teile der Straße nicht befahren werden. In den idealen Reisemonaten vom Frühsommer bis zum frühen Herbst (Juni bis Oktober) ist jedoch nicht mit Sperrungen zu rechnen. Entlang der Straße kann die beeindruckende Landschaft des Hochgebirges auf zahlreichen Wanderungen erschlossen werden. Neben dem eigenen Auto ist es auch möglich auf die parkeigenen Tourbusse umzusteigen, welche die Wanderer zu den einzelnen Startpunkten bringen.

Auf der Route gibt es verschiedene Verköstigungs- und Übernachtungsmöglichkeiten aber auch ein Picknick oder Zelten ist auf ausgewiesenen Flächen erlaubt. Drei Besuchszentren informieren über Geschichte, Geografie und die Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks. Unsere Highlights auf der Tour:

  • Logan Pass: Wilde Blumen blühen den Sommer über im Tal zwischen dem Reynolds Mountain und dem Clements Mountain
  • Red Rock Point: Der Mc Donalds Creek schlängelt sich durch die felsige Landschaft, die hier an manchen Stellen einem Canyon gleicht. Der Aussichtspunkt an den Red Rock Wasserfällen zeigt ein atemberaubendes Panorama.
Glacier Nationalpark an der Grenze zu Kanada.

An der Grenze zu Kanada: Länderhopping in den Rocky Mountains

Zurück in St Mary wagen wir den Sprung über die Grenze nach Kanada in die Provinz Alberta. Direkt im Norden schließt der Waterton Lakes Nationalpark an das Glacier Schutzgebiet an. Der langgestreckte See mit unterschiedlichen Becken liegt zum Teil sogar noch auf amerikanischem Boden. Eine Straße führt in den Park hinein, teilweise am Wasser entlang bis zum Ort Waterton, der sich als Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge in die Umgebung eignet.

Die Rocky Mountains zählen in den beiden Parks (Glacier und Waterton Lake) bereits zu den südlichen Ausläufern. Wer die beeindruckende Landschaft des Gebirges noch näher kennenlernen will, sollte einen Abstecher in den Banff- und den Jasper Nationalpark machen. Sie zählen zu den beeindruckendsten Schutzgebieten der Rockys und gehören gleichzeitig zum UNESCO Welterbe. Bei ausgedehnten Wanderungen lässt sich die Schönheit der Natur dort am besten entdecken. Wer etwas mehr Action sucht, kann dort jedoch auch verschiedene andere Sportarten im Freien ausüben:

  • Klettern: Der Via Ferrata Klettersteig im Banff Nationalpark ist auch für Anfänger oder für Ausflüge mit geübten Kindern geeignet. Den wahren Kletterhimmel bietet der Park „Garden oft the Gods“ bei Colorado Springs. Rund 270 Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen hier zur Verfügung.
  • Kanufahren: Die vielen Flüsse in den Rocky Mountains lassen sich größtenteils auch mit dem Kanu befahren. Rechts und links der Gewässer erheben sich die majestätischen zerklüfteten Felsen.
  • Rafting: Auf dem Bow River oder durch den Horseshoe Canyon können von verschiedenen Anbietern geführte Rafting Touren gebucht werden. In letzterem sind an den roten Steilwänden längs des Flusses beeindruckende Wandmalereien zu sehen.

Geysire und Grizzlies: Yellowstone Nationalpark, Wyoming

Nachdem wir uns in den Rocky Mountains im Norden ausgetobt haben, machen wir uns auf den Weg zurück in die USA in die nordwestlichste Ecke des Bundesstaates Wyoming. Hier befindet sich der Yellowstone Nationalpark. Er gilt als ältester Nationalpark der Welt und wurde bereits 1872 gegründet.

Hier erwartet uns eine völlig andere Landschaft und ganz besondere Naturschauspiele. Obwohl das Gebiet immer noch zu den Rocky Mountains gehört, ist die Gegend vom Vulkanismus geprägt. Heiße Quellen, Geysire und brodelnde Schlammtöpfe können hier bestaunt werden.

Eine der heißen Quellen im Yellowstone Nationalpark.

Von Montana aus gelangen wir bei Gardiner unweit von Livingston über den Highway 89 in das Schutzgebiet. Später wechseln wir auf den Highway 191, der uns bis ans südliche Ende des Parks bringt. Achtung: Auch hier sind die Straßen über die Wintermonate gesperrt (Dezember bis April). Unterwegs gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten und zahlreiche Attraktionen, die besichtigt werden können. Je nach Zeitplan können dafür mehrere Tage einkalkuliert werden. Unsere persönlichen Highlights:

  • Mammoth Hot Springs: Mineralhaltiges Wasser quillt hier aus der Erde hervor und hat im Laufe der Zeit eine bizarre terrassenartige Landschaft geformt.
  • Lower Geyser Bassin: Schon zu Beginn begegnen uns in diesem Tal verschiedene heiße Quellen und Geysire inmitten einer unwirklichen Kulisse. Die größten Schlammbecken des Parks befinden sich hier.
  • West Thumb Geyser Bassin: Am westlichen Ausläufer des Yellowstone Lake gelegen beeindruckt das große Geysir-Becken durch glasklares Wasser und bunte Farben am Boden durch verschiedene Mikroorganismen.

Bögen und Steinbrücken am Colorado River: Arches Nationalpark, Utah

Wir verlassen den Yellowstone Park im Süden und reisen weiter immer Richtung Süden bis nach Utah. Unser Ziel ist der Arches Nationalpark – ein vergleichsweise winziges Gebiet nördlich der Stadt Moab. Berühmt ist die Landschaft durch ihre vielen natürlichen Steinbögen. Nirgendwo auf der Welt finden sich so viele wie hier. Über 2.000 Stück sind dort zu sehen.

Klimatisch haben wir die kühle, gemäßigte Bergwelt jetzt hinter uns gelassen. Das Gebiet ist von trockenen Canyons durchzogen und von Wüstenklima geprägt. Wind vermischt mit Sand ist der Ursprung der Erosion, die für die bizarren Steinbrücken verantwortlich ist.

Über eine Stichstraße ist der Park von Süden aus zu erreichen. Der Arches Scenic Drive führt weit bis ins Innere des Naturschutzgebietes hinein. Einzelne Abzweigungen führen zu den verschiedenen Highlights des Parks.

  • Delicate Arch: Ein großes, freistehendes Steintor bietet durch eine etwa zehn Meter große Öffnung einen grandiosen Ausblick in die Weite der umgebenden Landschaft.
  • Devils Garden Trail: Bei dieser Wanderung durch insgesamt sieben Steinbögen geht es auf einen Felsrücken hinauf, der einen Blick auf die Felsenschluchten der „Fins“ freigibt. Am Devils Garden befindet sich auch ein Campingplatz.

Für verschiedene Wanderungen wird eine geführte Tour empfohlen. Da die Nächte in dem Nationalpark zu den dunkelsten des Landes zählen, lohnt sich eine Übernachtung, um den Sternenhimmel zu betrachten.

Blick durch einen Steinbogen ins Tal im Arches Nationalpark.

Extreme in der Wüste: Death Valley Nationalpark, Kalifornien

Zurück in der Zivilisation geht es auf dem Interstate Highway 70 und später auf dem Interstate 15 auf direktem Weg nach Kalifornien. Bei Las Vegas biegen wir ab auf den Highway 95, der uns näher an den Death Valley Nationalpark bringt. Etwa in der Mitte des Schutzgebietes lässt sich die Mojave-Wüste auf der State Route 190 durchqueren. Allerdings ist dies nur zur „kalten“ Jahreszeit von September bis Mai zu empfehlen. Die örtlichen Camper-Verleiher untersagen die Fahrt ins Tal des Todes außerhalb dieser Zeiten ohnehin.

Wichtig ist es, sich bei dem extrem heißen Klima an verschiedene Regeln zu halten. Detaillierte Informationen zum richtigen Verhalten finden sich in unserem speziellen Reisebericht zum Death Valley. Als Abstecher lohnen sich Ausflüge zu folgenden Highlights:

  • Dante‘s View: Auf den Black Mountains kann von diesem 1.669 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt ein Panoramablick auf das Badwater Basin, den tiefsten Punkt der USA (85,5 Meter unter der Meeresoberfläche) genossen werden.
  • Zabriskie Point: Von diesem Punkt bietet sich eine spektakuläre Aussicht auf die Landschaft des Amargosa Range Gebirgszugs.
  • Panamint Springs: Am westlichen Ausgang des Nationalparks geht die Fahrt durch einen malerischen Höhenzug weiter in Richtung Küste. Wer mag kann hier noch eine Wanderung zu den Lee Flat Joshua Trees unternehmen.
Blick von Dantes View auf Death Valley

Kleinod vor der Küste: Channel Islands Nationalpark, Kalifornien

Das Tal des Todes lassen wir nun hinter uns und fahren nach Santa Barbara an den Pazifik. Acht Inseln, die dort vor der Küste liegen, gehören zum Nationalpark Channel Islands. Zwei Besucherzentren an Land und zwei jeweils auf Santa Barbara Island und Anacapa Island gelegen, informieren über die Besonderheiten des Schutzgebietes.

Es sind Tagesausflüge auf Touristenbooten oder verschiedene Kajaktouren um die Inseln möglich. Auf allen Inseln kann gewandert werden. Einzelne Aussichtspunkte belohnen die Mühen mit tollen Ausblicken über die Küste. Bestimmte Bereiche sind auch zum Zelten ausgewiesen. Rund um Santa Barbara Island lohnt sich ein Sprung ins kalte Wasser. Beim Tauchen kann hier die Unterwasserwelt entdeckt werden.

Insgesamt bietet sich jede Insel mit einem ganz eigenen Charakter als abwechslungsreiches Ausflugsziel an. Ob Wildblumen entdecken im Frühjahr, paddeln um Anacapa Island oder Wale beobachten im Santa Barbara Channel: Die Vielfalt dieses Schutzgebietes spiegelt zum Abschluss die bunte Palette an Erlebnissen aus den anderen Nationalparks wider.

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Bernd Krammer von USA Reisetipps

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