Vorschriften in National Parks

Nationalparks in den USA besuchen ist Pflicht.

Doch auf was sollte mach achten und welche Vorschriften gibt es in den Nationalparks?
Hinweisschilder in den Parks sollten ernst genommen werden. Auch die Registrierung wenn man ins Hinterland will.
Hinweisschilder in den Parks sollten ernst genommen werden. Auch die Registrierung wenn man ins Hinterland will.

Besuch eines Nationalparks in Amerika

Vorschriften in einem Nationalpark

Man muss beim Parkbesuch zwischen National und State Park unterscheiden. National Parks stehen von regierungswegen unter Schutz und deren Verwaltung. Für diese Parks gibt es den America the Beautiful Anual Pass, mit dem man in alle Parks gegen eine Gebühr kommt. Der Jahrespass macht sich bereits ab drei bis vier Parkbesuchen bezahlt. Bei den State Parks gilt dieser Pass nicht.

National Parks in den USA werden streng von den Rangern kontrolliert. Die Befugnisse eines Rangers kommen den eines Polizisten sehr nahe. Dies soll aber nicht abschrecken, in der Regel sind Ranger sehr offen, hilfsbereit und leben für ihren Park.
Um ihren Park zu schützen gelten viele Verbote, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Für manches gibt es Ausnahmen sogenannte Permits, die man sich vorher einholen kann. In der folgenden Liste sind Punkte aufgeführt, die prinzipiell verboten sind evtl. aber nach Absprache mit einem Permit oder durch eine lokale Regelung erlaubt sein können.

Es gilt sich immer vorher zu erkundigen und Schilder zu beachten.

  • Besuchszeiten meist von 8:00 – 17:00 Uhr. bzw. von Sonnenauf bis Sonnenuntergang. Außerhalb der Zeiten sind Besuche und Aktivitäten nicht erlaubt. Ausnahmen sind Camping.
  • An Feiertagen können unterschiedliche Öffnungszeiten sein bzw. haben an Thanksging und Weihnachten die Ranger frei.
  • Day use Area, dürfen nur Tagsüber besucht werden.
  • Manche Parks sind nicht das ganze Jahr geöffnet.
  • Außerhalb der Campingplätze ist das Abstellen von Fahrzeugen über Nacht (22:00 bis 6:00 Uhr) verboten. Dies dient dem Schutz vor wildem Campen.
  • Benutzung von parkeigenen, für Angestellte gedachte Vorrichtungen, wie Toiletten und Aufenthaltsräume.
  • Müll abladen oder Müllbehälter für mitgebrachten Müll zum Entsorgen zweckentfremden.
  • Betreten von Bergbauminen, Schächten oder Anlagen.
  • Segway, Elektroscooter oder andere elktr. Fahrzeuge. Ausnahmen sind natürlich für Gehbehinderte.
  • Aufgeblasene Luftballons. Geplatzte Luftballons können von Wildtieren verschluckt werden und die Farbe könnte sie anlocken oder verschrecken. Und auch keine Helium-Luftballons, die man aufsteigen lässt.
  • Beim Parken Motor abstellen, um die Umwelt zu schonen. Also keine Klimaanlage laufen lassen.
  • Größere Entnahme von Wasser.
  • Bilder oder Videos mit einem Projektor auf Felsen oder Wände projektieren. Auch nicht auf aufgebaute Leinwände. Das Licht könnte stören oder die Naturlandschaft unangenhem verändert werden.
  • Künstliche Beleuchtung in der freien Natur, um Tiere nachts zu beobachten.
  • Waffen, Fallen oder Netze.
  • Sammeln von Steinen, Pflanzen, Tieren etc. Das Motto lautet: Es dürfen nur Bilder mit aus dem Park genommen werden.
  • Funken außerhalb des 36 CFR Bereiches.
  • Hausieren oder Verkaufen ist verboten, auch von Dienstleistungen.
  • Öffentliche Werbung jeglicher Art. Flugblätter, Aufkleber oder Prospekte auslegen.
  • Explosives oder leicht brennbares Material.
  • Sportveranstaltungen, Wettbewerbe, Festivals, Konzerte, Veranstaltungen, öffentliche Präsentationen etc.
  • Versammlungen, Facebookparties, Paraden, Demonstrationen, große Gruppen (meist über 26 Personen).
  • Asche von Verstorbenen zu verstreuen oder einzugraben.
  • Gründen von Siedlungen ;-)
  • Mit überschweren, großen oder breiten Fahrzeugen den Park zu befahren.
  • Drogenbesitz oder Verkauf.
  • Kommerzielle Touren durch den Park.
  • Kommerzielle Film oder Fotoaufnahmen, etwa für Bücher oder das neue Automodell vor der Kulisse fotografieren. Ausnahmen sind Nachrichten.
  • Bauten jeglicher Art wie Wege, Brücken, Anlegeplätze, Hütten, Strukturen, Kunstwerke, Unterstände etc.
  • Aktiv Essen, Getränke oder Unterkünfte anbieten.
  • Herumliegendes Holz fürs Lagerfeuer oder Grillen einsammeln. Selber roden schon gar nicht.
  • Es darf nur auf gekennzeichneten Wegen gewandert werden. Rucksacktouren in die Wildnis benötigen eine Erlaubnis und man muss sich in der Regel auch von der Tour an- und abmelden.
  • Sammeln von Beeren, Früchten, Nüssen etc.
  • Feuer in der Wildnis und Backcounty ist verboten. Nur an offiziellen Grillplätzen ist Feuer erlaubt. Das Feuer muss so klein gehalten werden, dass es schnell wieder gelöscht werden kann.
  • Haustiere dürfen nur an der Leine auf ausgewiesenen Trails laufen. Nicht weiter als 100 Feet vom Wanderweg, Parkplatz oder Campingplatz entfernt.
  • Hunde dürfen nicht frei laufen.
  • Hundekot muss sofort in Plastiktüten eingepackt und entsorgt werden. Einmal wegen anderen Wanderern und um keine Wildtiere anzulocken.
  • Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden, Parkanlagen und Parkplätzen verboten. Dies sollte eingehalten werden, da sich sehr schnell andere Leute aufregen werden. Bei hoher Brandgefahr drohen empfindliche Strafen.
  • Winteraktivitäten wie Ski, Snowboard, Schneemobil etc. sind vorher zu erfragen und nur in explicit ausgewiesenen Bereichen erlaubt.
  • Rollerskates, Skateboards, Küstenfahrzeuge, ATV, Quads etc. benötigen eine Erlaubnis.
  • Alkohol ist in der Öffentlichkeit nicht erlaubt. Dies gilt auch für das sichtbare Mitführen.
  • Feuerwerk, Knaller etc. sind nicht erlaubt.
  • Es darf nur auf ausgewiesenen Strecken mit einem Fahrzeug gefahren werden. Offroad-Strecken sind extra ausgewiesen und benötigen ein Allrad mit evtl. extra hoher Bodenfreiheit.
    Siehe: http://www.nps.gov/jotr/planyourvisit/upload/nps_offroad.pdf
  • Geschwindigkeiten sind einzuhalten. Auf unbefestigten Strecken normalerweise max. 25 mph, wenn nicht anders ausgeschildert.
  • Es gelten die Straßenverkehrsregeln.
  • Fahrräder oder Mountainbikes dürfen nicht auf Autorouten fahren. Für sie gibt es extra ausgewiesene Strecken. Fahren durch die Wildnis ist nicht erlaubt.
  • Fußgänger haben immer Vorfahrt. Prinzipiell gilt der Schwächere hat Vorrang.
  • Trampen ist nur bei Gefahr für einen Wanderer erlaubt.
Besucherzentrum im Nationalpark. Ranger geben hier gerne und umfassend Auskunft.
Besucherzentrum im Nationalpark. Ranger geben hier gerne und umfassend Auskunft.

Camping

  • Camping ist nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt.
  • Background Camping, also Camping in der Natur, ist nur mit Permit erlaubt. Es gibt in ausgewiesenen Backgrounds teilweise Bereiche, bei denen man sich selber auf einen Board registrieren kann.
  • Campen mit Camper kostet in der Regel und muss innerhalb einer Stunde bezahlt werden. Beim einem Office oder per Selbstregistrierung an einem Board mit einem Umschlag.
  • Es darf nur über Nacht gecampt werden. Die Campingplätze also nur tagsüber zu benutzen, etwa zum Picknick, ist nicht erlaubt.
  • Dumping Stationen dürfen nur von Campern, die über Nacht da sind, benutzt werden.
  • Das Wasser beim Duschen im Freien muss entsorgt werden und darf nicht ins Grundwasser. Auch darf kein Wasser vom Camper abgelassen werden.
  • Normalerweise muss der Platz bis 12:00 Uhr am Abreisetag geräumt werden.
  • Es darf in einem Park nur maximal 30Tage im Jahr gecampt werden. Während der Saison evtl. sogar max. 14 Tage. Dazu zählen alle Übernachtungen, egal ob Zelt oder Camper.
  • Generatoren zu bestimmten Ruhezeiten nicht laufen lassen. Meist (7:00-9:00, 12:00-14:00 und 17:00-19:00 Uhr).
  • Maximal zwei Fahrzeuge pro Platz.
  • Maximal sechs Personen je Platz
  • Es kann sein, dass Campingstellplätze nicht fest vergeben werden. Das Freihalten von Stellplätzen durch Dritte, die schon da sind, ist nicht erlaubt. Also keine Handtücher über die Liegen.
  • Stellplätze dürfen nicht länger als 24 Stunden unbeaufsichtigt sein. Also nicht den Camper stehen lassen und fürs Wochenende nach Las Vegas.
  • Zelte, Campingausrüstung, Schlafsäcke etc. müssen innerhalb des Campingbereichs bzw. nicht weiter als 25 Feet (8 Meter) von Picknicktischen oder Feuerplätzen entfernt werden.
  • Campen in Höhlen und Felsvorsprüngen ist verboten.
  • Campen in der Wildnis muss mindestens eine Meile (1,6 km) von öffentlichen Straßen und mind. 500 Feet (150Meter) von Wanderwegen und Wasserquellen entfernt erfolgen.
  • An Plätzen mind. 25 Feet von Hydranten oder Hauptstraßen und mind. 100 Feet von Flüssen und Seen.
  • Die maximale Anzahl an Campern je Zeltplatz kann eingeschränkt sein. Meist 24 Backcountry / 12 Wilderness. Größere Gruppen müssen mindestens eine Meile entfernt campen.
  • Das Spannen von Seilen, außer für die Zeltbefestigung. Also keine Seile für Wäscheleinen, Hundeauslauf, Hängematten oder Seile über Flüsse an Bäume, Gebäuden, Denkmäler oder sonstige Naturformationen.
  • Lebensmittel müssen im Auto oder einer festen Box aufbewahrt werden, dass Wildtiere sie nicht erreichen können.
  • Feuer in der Wildnis und Backcounty ist verboten. Nur an offiziellen Grillplätzen ist Feuer erlaubt. Es muss immer genug Wasser zum Löschen vorhanden sein!
  • Laternen und Campingkocher dürfen nicht unbeaufsichtigt bleiben.
  • Laternen dürfen auch nicht an Bäume oder Pflanzen aufgehangen werden.
  • Alte Feuerstellen und Asche nicht eingraben.

Klettern, Bergsteigen etc.

  • Nur in ausgewiesenen Bereichen oder mit Permit erlaubt.
  • Das Anbringen von fixen Kletterhaken ist verboten bzw. nur nach Absprache erlaubt.
  • Klettern über Bereiche, in denen sich Personen aufhalten, wie Wanderwege.
  • Das Anbringen von Hand oder Fußgriffen mit Kleber, Harz oder Beton.
  • Entfernen von Pflanzen beim Klettern ist verboten.
  • Nur neutrale oder felsfarbene Haken sind erlaubt.
  • Das Anbringen von horizontalen Leinen, zum Beispiel für Flussquerungen oder Wäscheleinen innerhalb von Campingplätzen.
  • Angebrachte Kletterseile unbeaufsichtigt lassen.
  • An fixen Seilen eigene Seile anbringen.
  • Anbohren der Felsen für Haken.

An Flüssen und Seen

  • Angeln, wenn es erlaubt ist. Meist 200 feet (70 Meter) von öffentlichen Plätzen.
  • Baden, Schwimmen oder im Wasser plantschen. Auch Waschen.
  • Tauchen mit Gerät und Schnorchel.
  • Wassersport, wie Surfen, Windsegeln, Kiten etc.
  • Boote zu Wasser lassen. Egal ob Motor- ,Ruder oder Tretboote. Jegliche Wasserfahrzeuge sind nicht erlaubt.
  • Wasserski oder mit einem Seil vom Auto aus übers Wasser ziehen lassen.
Bernd Krammer von USA Reisetipps