Bargeld Dollars in den USA

Wo Dollars wechseln und kaufen?

9 Tipps um Euro in Dollar zu tauschen. So kann man günstig Dollars online kaufen und bestellen.
Kreditkarten, Dollar-Noten und Reisechecks sind die beste Wahl um in den USA Euro in Dollar zu tauschen.
Kreditkarten, Dollar-Noten und Reisechecks sind die beste Wahl um in den USA Euro in Dollar zu tauschen.

Wo sollte man Dollars wechseln?

Vor der Reise sollte man nicht zu viele Dollars Zuhause besorgen. Devisentausch bei der heimischen Bank ist mit sehr teuren Gebühren verbunden. Also nur so viel Geld wechseln, wie man für die ersten zwei Tage benötigt.

Banken in den USA wechseln in der Regel keine Euros in Dollar. Man tauscht normalerweise in Wechselstuben (currency exchange).

An die Dollarscheine in den USA kommt man aber besser durch den Geldautomaten (Kreditkarte oder Maestro) oder einlösen von Reisechecks. Man kann, aber auch beim Einkauf mit der Kreditkarte handeln, indem man den Betrag aufrundet und sich das Wechselgeld auszahlen lässt, so fallen nicht die Barauszahlungsgebühren an. Es sammlen sich sehr schnell viele Dollarnoten an. Am sichersten ist, wenn man große Scheine in einem Geldgürtel oder ähnlichen verstaut und nur die kleinen Scheine in der Geldbörse.

Dollars kaufen und bestellen

Travelex Banner

Für die ersten Tage sollte man Bargeld (Cash) bei sich haben. Man kann Dollar bei seiner Hausbank tauschen oder einfach nach Hause bestellenTravelex zum Beispiel gehört zu den führenden Anbieter von Fremdwährungen. Für Online-Bestellungen wird keine Kommissionen und Bearbeitungsgebühren verlangt. Ab 750 Euro ist die Lieferung mit Kurier (DHL & GO!) frei und man kann bei der Bestellung den Tag der Zustellung angeben. Das Geld kann, aber auch in einer der über 1.000 Fillialen weltweit (besonders Flughäfen) zum online bestellten Kurs abgeholt werden. Der Nachteil ist, man kann sich die Stückelung nicht aussuchen, ist aber meißt recht gut verteilt und zudem gibt es ein Preisversprechen.
www.travelex.de

Unterschied Devisenkurs / Sortenkurs

Wenn man im Internet nach aktuellen Dollarkursen sucht bekommt man den Devisenkurs angezeigt. Diesen erhält man wenn man im Ausland Geld abhebt oder bezahlt. Den schlechteren Sortenkurs bekommt man wenn man etwa bei seiner Hausbank sich Fremdwährungen (Sorten) geben läßt. Dies ist begründet das Bargeld im Tresor nicht arbeiten kann und kostet. Meist kommen neben den Gebühren noch unterschiedliche An- & Verkaufskurse hinzu. Sprich wenn man Geld eintauscht und direkt wieder zurück tauscht hat man weniger Geld als zuvor auch ohne Gebühren.

Daher sollte man das meiste Geld am Automaten im Ausland ziehen oder mit der Kreditkarte bezahlen und nur für die ersten Tage Bargeld etwa bei Travelex bestellen.

Kreditkarten

Die wichtigste Geldquelle aber ist die Kreditkarte schlechthin. Ohne Kreditkarte wird man in den USA nicht weit kommen. Leihwagen und Hotelreservierungen sind fast unmöglich.
Die gängigsten Kreditkarten sind von Mastercard, Visa, American Express und Diners. Die beiden ersten werden überall angenommen, wo Kreditkarten akzeptiert werden. American Express und Diners haben kleinere Lücken im Netz. Man sollte sich nicht auf eine Kreditkarte beschränken. Wenn man seine Kreditkarte verliert, ist zwar meist nach 24 Stunden eine neue da, aber je nachdem wo man ist, reichen die 24 Std. nicht. Auch kann das Limit schnell erreicht werden. Oder wie bei mir, als die Bank meinte, dass die Buchungen ungewöhnlich seien und eine Karte vorsorglich sperrte. Wenn man in Nevada in der Wüste ist und nur spärlich Handyempfang hat, ist es ein Problem. Ich habe meiner Hausbank zwar mitgeteilt, dass ich die Karte in den USA nutzen werde, aber die Hausbank hat keinen Einfluss auf die Kreditkartengesellschaft und deren Plausibilitätscheck. Daher kurz bei der Kartenfirma vorher anrufen und Bescheid geben.

Kreditkarte besorgen

  • Normalerweise fragt man bei seiner Hausbank nach einer Kreditkarte. Sie weiß am besten Bescheid, wie hoch die Bonität ist. Das geht am einfachsten ist aer leider nicht immer die günstigste Variante, da man dann auch deren Konditionen akzeptieren muss.
  • Manche Programme, bei denen man eh angemeldet ist, bieten auch zusätzlich Kreditkarten an. Zum Beispiel Miles&More, Payback oder diverse Autofirmen wie VW, BMW etc.
    Aber nur wegen der Kreditkarte sich dort anzumelden, sollte jeder für sich entscheiden.
  • Man kann auch eine reine Online Bank suchen und vergleicht die Kosten und Konditionen. Wenn man durch die Foren geht, taucht immer wieder die Kreditkarte der DKB oder die Gebührenfreie Mastercard Gold auf, da man mit ihr weltweit kostenlos Geld abheben kann. Das spart eine Menge Gebühren, daher immer auf Folgekosten achten wie Gebühren oder Kosten nach einen Jahr.
  • American Express bietet auch Reise- Krankenversicherungen ohne Kreditkarte an.
  • ADAC hat auch für Nichtmitglieder Kreditkarten. Als Benfit bekommt man 1% Rabatt aufs Tanken weltweit, kostenloses Geld abheben, keine Schufa und Prepaid.
  • Tipp: Aktueller Vergleich von Kreditkarten

Kosten der Kreditkarte

Die Stiftung Warentest (DE), die Arbeiterkammer (AT) oder Finaceads informieren regelmäßig über das Plastikgeld. Wenn man sich zum ersten Mal eine Kreditkarte bestellt oder sie wechseln will, sollte auf folgende Kosten geachtet werden:

  • Viele Angebote sind für den ersten Zeitraum kostenlos oder günstiger.
    Aber dann kommen die reguläre jährlichen Gebühren.
  • Kosten für Karte und evtl. Zweitkarte.
  • Kosten für die Bargeldabhebung. Hier kann es sehr schnell teuer werden. Auf unterschiede in und außerhalb des EU-Raumes achten.
  • Abrechnungsintervall und Teilzahlungsgebühren.
  • Guthabenszinsen.
  • Kosten einer Kartensperre.
  • Die Versicherungsleistungen. Meist wird eine Reiseversicherung, Mietwagen Kasko, Krankenversicherung etc. kostenlos mit angeboten.

Ich selbst nutze die Miles&More Kreditkarte der Lufthansa (StarAlliance). Es handelt sich dabei, um eine Mastercard der DKB Bank. Der Vorteil bei ihr ist, dass die gesammelte Meilen (ab Gold, ansonsten min 1.500€ Umsatz/Jahr) nicht am Jahresende verfallen. Man bekommt zudem für 2€ Umsatz eine Meile gutgeschrieben bei Überweisungen sogar 1:1. Überhaupt kann man bei Hotels / Mietwagen sehr gut sammeln, da es pro Buchung extra Meilen zu den Umsatzmeilen gibt.

Je nachdem welche World Karte man nimmt sind sogar Reiserücktritts-Kosten-Versicherung, Auslandsreise-Krankenversicherung und Mietwagen-Vollkasko-Versicherungen enthalten (Siehe Versicherungen).

Die Meilen für Flüge auszugeben lohnt sich aber kaum da man trotzdem die Sicherheitsgebühren, die einen beträchtlichen Teil ausmachen bezahlen muss. Was sich aber lohnt sind Meilen Upgrades in die Business oder First-Class besonders bei den Meilenschnäppchen. Zudem bekommt man von Miles&More regelmäßige Aktionen zum Sammeln & Sparen.
www.miles-and-more-kreditkarte.com

Debitkarte (Prepaid Kreditkarte)

Als Zweitkarte sollte man sich noch eine günstige Prepaid (Debit) Karte besorgen. Eine Debit hat keinen Kreditrahmen und muß vorher aufgeladen werden. Dadurch entfallen bei Ihr Bonitätsprüfungen. Bei deiner Debitkarte muss man vor dem Bezahlen sagen, dass es sich um eine Debit handelt. Aber man wird immer beim Bezahlen gefragt: credit or debit? Mit der Debit kann auch am Geldautomat (ATM) Dollars bekommen. Auch Tanken ist kein Problem.

Bei beiden Karten sollte man sich vorher schlau machen, was das Limit ist. Einmal der Kreditrahmen selber, aber auch wie viel man max. pro Tag / Woche Bargeld abheben darf. Beim Bezahlen gibt es normalerweise nur den Kreditrahmen selbst als Limit. Bekannte Mastercard Prepaid Kreditkarten sind zum Beispiel die von VIABUY oder Travelex.

Travellerchecks

Eine weitere Möglichkeit an Geld zu kommen sind American Express Travellerschecks. Man kauft diese Checks bei der Hausbank zu deren Kurs und enthält im Gegenwert die Checks in Dollar ausgestellt. Stückelungen gibt es in 10, 20, 50 und 100 USD. 20er und 50er sind die beste Wahl.
Travellerchecks unterschreibt man (bei Partnerchecks beide), wenn man sie erhält. Beim Bezahlen legt man den Ausweis vor und unterschreibt neben der ersten Unterschrift unter den Augen des Verkäufers nocheinmal. Bei Banken muss man noch Cash dazu schreiben. Reisechecks sind unbegrenzt gültig und NICHT übertragbar. Bei Verlust wird auch hier innerhalb 24Std ersetzt. Der Nachteil, man muss genau Buch führen über den Verbrauch, da man beim Verlust genau angeben muss welche Checknummern fehlen.
Man kann bei jeder Bank Travellerschecks auch gegen Bargeld eintauschen OHNE Gebühren. Auch das Bezahlen ist Gebührenfrei. Wenn der Einkaufsbetrag unterhalb des Checkwertes ist, bekommt man das Wechselgeld bar ausbezahlt.

EC-Karte (Genauer Maestro-Karte)
wird immer öfter am ATM angenommen, aber mit sehr hohen Gebühren (mindest oder %-Sätzen) belastet. Daher sollte sie nur im Notfall herhalten.

Western Union

Mit Western Union kann man sich in ‚Minuten’ schnell Geld schicken lassen oder verschicken. Dies ist praktisch falls mal etwas passiert oder man schnell Geld im Ausland braucht. Das Geld kann man dann bei einem Western Union Partner (z.B. Post) kurz nach der Überweisung mit einem Zahlencode abholen. Man kann sich aber auch das Geld auf eine Kreditkarte überweisen lassen. Details und Kosten auf den Seiten von:
Western Union Deutschland
Western Union Österreich

US Dollar Noten (Abk. USD oder $)

Die gängigsten Dollarscheine sind 1, 5, 10, 20, 50 und 100. Es gibt auch 2 Dollarscheine, aber die haben eher Sammlerwert und findet man nur selten. In Registrierkassen liegen im Schacht für die 2 Dollarnoten meistens die Checks, Coupons oder ähnliches. Zwei Dollarnoten mit dem Bild von Jefferson werden z.B. als Wechselgeld im Jefferson Museum ausgegeben, da der Eintritt dort 8 Dollar kostet. Im Alltag spielen eigentlich nur die Noten bis 50 Dollar eine Rolle. 100 Dollarscheine werden ungerne angenommen und teilweise verweigert. Banknoten über 100$ (500, 1000, 5000, 10.000 und sogar 100.000 wurden nur unter Banken genutzt) und werden seit 1946 nicht mehr ausgegeben und eingezogen, sind aber nach wie vor gültig und befinden sich nur noch in Sammlerhand und übersteigen bei weiten Ihren aufgedruckten Wert.

Für Blinde haben die Dollarnoten einen entscheidenden Nachteil, da sie alle gleich groß sind. Auch sind alle Dollarnoten auf der Rückseite grün, daher werden sie in den USA auch gerne Greenbacks genannt. Auf der Straße sagt man gerne zum Dollar Bucks und bezeichnet die Scheine nach dem Präsidenten bzw. der Person, die auf ihm abgebildet sind:

  • 1(George Washington)
  • 2 (Thomas Jefferson) - sehr selten.
  • 5 (Abraham Lincoln)
  • 10 (Alexander Hamilton)
  • 20 (Andrew Jackson)
  • 50 (Ulysses S. Grant)
  • 100 (Benjamin Franklin).

Sicherheitsmerkmale von US Banknoten: Sicherheitsfaden, Mikroschriften und bei neueren Noten (ab 1996) Wasserzeichen, optisch ändernde Farbe beim schräg halten, feines Linienmuster, größere und versetze Porträts.

2011 plante man zusätzliche Merkmale auf dem 100-Dollar-Schein angebracht werden, um sie fälschungssicher zu machen. Es sollte ein zusätzliches Wasserzeichen, ein 3D-Sicherheitsband, eine goldfarben gedruckte „100“ sowie ein 3D-Bild, das je nach Blickwinkel zwischen einer Glocke und der „100“ wechselt, aufgebracht werden. Jedoch gab es Produktionsschwierigkeiten und es wurden bis zu 30%  Fehldrucke produziert, sodass man den Druck eingestellt hat und dann wieder die alten 100$ Noten gedruckt werden. 2013 hat es dann doch noch geklappt.

Münzen

Die meisten Münzautomaten nehmen nur 25ct Stücke an, daher sollte man, wo es nur geht, die 25ct sammeln und nicht passend beim Bezahlen rausgeben.

  • 1ct (Penny): Zink/Kupfer, glatter Rand, Vorne: Abraham Lincoln, Rückseite:  bis 2008 Lincoln Memorial, 2009 wechselnde Motive und seit 2010 Wappenschild,
    Ø 19,05 mm, 1,55mm dick und 2,5 Gramm
  • 5ct (Nickel): Kupfer/Nikel, glatter Rand, Vorne: Thomas Jefferson, Rückseite: Monticello, 2004/05 wechselnde Motive
    Ø 21,21mm, 1,95mm dick und 5 Gramm
  • 10ct (Dime): Kupfer/Nickel, 118 Riffel am Rand, Vorne: Franklin D. Roosevelt, Rückseite: Olivenzweig, Fackel und Eichenzweig,
    Ø 17,91mm, 1,35mm dick und 2,27 Gramm (also kleiner als das 5ct Stück)
  • 25ct (Quarter): Kupfer/Nickel, 119 Riffel am Rand, Vorne: George Washington, Rückseite: bis 1998 Weißkopfadler danach wechselnde Motive.
    Ø 24,26mm, 1,75mm dick und 5,67 Gramm
  • 50ct (Half): Kupfer/Nickel, 150 Riffel am Rand, Vorne: John F. Kennedy, Rückseite: Siegel des Präsidenten
    Ø 30,61mm, 2,15mm dick und 11,34 Gramm
  • 1$ (Buck): Kupfer/Zink, glatter Rand ab 2009 mit Inschrift, Vorderseite mit Sacajawea und Weißkopfadler bzw ab 2009 wechselnde Motive auf der Rückseite.  Oder Präsidenten (Motivserie) mit der Freiheitsstatue auf der Rückseite.
    Ø 26,5mm, 2mm dick und 8,1 Gramm
Bernd Krammer von USA Reisetipps